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Artikel: Opal oder Mondstein? So unterscheidest du die beiden

Mondstein neben Opal im Vergleich
Arten

Opal oder Mondstein? So unterscheidest du die beiden

Opal-Wissen · Vergleich

Zwei Steine, die schimmern, und trotzdem grundverschieden sind

Opal oder Mondstein, diese Frage stellt sich fast jeder, der zum ersten Mal vor beiden steht. Beide schimmern, beide wirken geheimnisvoll, beide sind hell. Und doch sind sie nicht verwandt: Der eine ist erstarrtes Kieselgel mit Wasser, der andere ein Feldspat. Woran du sie unterscheidest, steht unten und welcher wofür der bessere ist.

Kristallopal mit Farbenspiel im Vergleich zum Mondstein
Ein Opal zeigt mehrere Farben gleichzeitig. Das ist der schnellste Unterschied zum Mondstein.

Der Unterschied in einem Satz: Der Mondstein zeigt einen einzigen, meist bläulich-weißen Schimmer, der wie eine Wolke über den Stein zieht. Der Opal zeigt viele Farben gleichzeitig, die beim Kippen wandern und wechseln.

Woran erkennst du den Unterschied am schnellsten?

Kippe den Stein langsam im Licht und achte nur auf eines: Wie viele Farben siehst du gleichzeitig?

Mondstein

Ein einziger Schimmer, meist bläulich oder weiß, der wie eine Welle über die Oberfläche gleitet. Er wandert, aber er wechselt nicht die Farbe. Fachlich heißt dieser Effekt Adulareszenz.

Opal

Mehrere Farben nebeneinander, oft in Flecken oder Bändern: Grün neben Blau, daneben ein roter Blitz. Beim Kippen wechseln sie. Das nennt man Farbenspiel.

Wie schneiden beide im direkten Vergleich ab?

  Opal Mondstein
Mineralgruppe amorphes Kieselgel mit Wassergehalt Feldspat (Adular)
Optischer Effekt Farbenspiel, mehrfarbig Adulareszenz, einfarbiger Schimmer
Härte (Mohs) 5,5 bis 6,5 6 bis 6,5
Typische Farbe alle, je nach Stein weiß bis grau, Schimmer bläulich
Geburtsstein Oktober Juni
Besonderheit jeder Stein ist ein Unikat Schimmer nur aus bestimmtem Winkel sichtbar
GSB-Zertifikat von Liberty Angels

Warum schimmern sie so unterschiedlich?

Beide Effekte entstehen durch Licht, aber auf verschiedene Weise.

Beim Opal

Winzige Kieselgel-Kügelchen liegen in einem regelmäßigen Gitter. Licht wird daran gebeugt und in seine Farben zerlegt, ähnlich wie an einer CD. Die Größe der Kügelchen bestimmt die Farbe.

Beim Mondstein

Zwei Feldspat-Sorten sind in feinen Schichten ineinander verwachsen. An diesen Schichten wird Licht gestreut, was den weichen, wolkigen Schimmer erzeugt.

Wie das Farbenspiel des Opals genau funktioniert, steht ausführlich im Beitrag zum Farbenspiel des Opals.

Welcher hält mehr aus?

In der Härte nehmen sich beide wenig. Der praktische Unterschied liegt woanders.

Opal

Enthält Wasser und mag keine starken Temperaturwechsel. Dafür ist er unempfindlicher gegen Druck aus einer Richtung.

Mondstein

Hat eine ausgeprägte Spaltbarkeit. Ein harter Schlag kann ihn entlang dieser inneren Ebenen spalten, auch wenn er an sich nicht weich ist.

Für beide gilt dasselbe: vor Chemie schützen, getrennt aufbewahren, bei grober Arbeit ablegen. Die Regeln stehen in unserer Opal-Pflege.

Welcher passt zu dir?

Nimm den Mondstein, wenn

du es ruhig und einfarbig magst, ein weiches Schimmern bevorzugst und der Stein sich zurückhalten soll.

Nimm den Opal, wenn

du Farbe willst, etwas Einmaliges suchst und einen Stein möchtest, der in jedem Licht anders aussieht.

Wir führen ausschließlich echte Opale. Wenn du den mehrfarbigen Weg gehen willst: heller Opal und Kristallopal kommt dem Mondstein optisch am nächsten, blauer Opal trifft den kühlen Ton. Das ganze Sortiment unter Opalschmuck.

In welchen Kauf-Fällen nimmst du welchen?

Die Tabelle trennt die Steine. Die Kauf-Fälle entscheiden, welchen du mitnimmst. Unten fünf Situationen, in denen die Verwechslung teuer oder ärgerlich wird.

Verlobungsring

Beide Steine sind weicher als Saphir. Opal hat keine Spaltbarkeit, Mondstein hat sie. Ein Schlag entlang der Spalte kann den Mondstein teilen. Opal bricht muschelig, oft an der Kuppe. Mit offener Krappenfassung aufpassen, mit Zarge ist Opal Alltag. Willst du Farbe und ein Unikat, nimm Opal in der umrahmenden Fassung. Willst du einen ruhigen Schleier und weniger Gespräch, nimm Mondstein, ebenfalls geschützt. Diamant bleibt der robustere Verlobungsstein, das ist kein Geschmacksurteil, sondern Mohs und Spaltung.

Alltagskette

Hier gewinnt der Stein, den du ansehen willst. Opal ändert sich im Fensterlicht, im Büro, abends unter Spot. Mondstein bleibt derselbe milchige Zug. Wenn die Trägerin unauffälligen Schmuck will, ist Mondstein ehrlicher. Wenn sie Kommentare mag, ist Opal der richtige.

Geschenk, ohne zu fragen

Heller Opal in Silber trifft mehr Garderoben als ein großer Mondstein-Cabochon, der nach „esoterisch“ gelesen wird, auch wenn das unfair ist. Mondstein trifft, wenn die Person bereits silbernen, ruhigen Schmuck trägt. Opal trifft, wenn sie Farbe an Ohren oder Hals hat. Die Ringgröße lässt du in beiden Fällen weg.

Budget unter 200 Euro

Guter Mondstein ist in dieser Lage leichter zu finden als guter Edelopal. Billiger Opal in dem Korridor ist oft Dublette, Triplette oder hydrophaner Welo ohne Erklärung. Lieber einen ehrlichen Mondstein oder einen kleinen hellen Vollopal mit Nachweis als ein großes Feuer ohne Herkunft.

Foto gegen Live

Mondstein fotografiert sich leichter, weil der Schleier flach ist. Opal stirbt auf Handyfotos, vor allem Crystal. Kaufst du online, brauchst du beim Opal mehrere Kippbilder bei Punktlicht. Beim Mondstein reicht ein Bild gegen das Licht, das den Schimmer zeigt. Fehlt das, ist der Mondstein oft tot, der Opal oft untertrieben.

Metall: Silber hebt den kühlen Mondstein und den hellen Opal. Gelbgold wärmt Feueropal und dunkle Opale, bei Mondstein wirkt es schnell nach Vintage. Pflege liegt nah beieinander, der Unterschied ist Wasser und Spaltung. Hydrophaner Welo extra vor Chlor und langem Wasserbad, besonders ungeschützt. Kein Ringverbot. Mondstein mag keine Schläge auf die Spaltebene. Beide gehören nicht ins Ultraschallgerät.

Geburtsstein: Mondstein teilt sich den Juni mit der Perle, Opal den Oktober mit dem Turmalin. Ein Juni-Geschenk mit Opal ist kein Fehler, nur eine andere Geschichte. Ein Oktober-Geschenk mit Mondstein ebenfalls. Wenn die Person den Stein als Geburtsstein will, nimm den Monat ernst. Wenn sie den Stein als Schmuck will, nimm das Auge ernst.

Ohrringe: Ein Paar Mondsteine ist leichter zu matchen, weil der Schleier sich ähnelt. Ein Paar Opale muss gesucht werden. Deshalb kostet ein Opal-Paar oft mehr als die Summe zweier Einzelsteine. Wer Ohrringe schenkt und Budget hat, liegt mit Mondstein seltener daneben. Wer ein Unikat schenkt, nimmt eine Opal-Kette statt eines erzwungenen Paars. Hydrophaner Opal und Mondstein im selben Bad: der Opal ändert sich, der Mondstein nicht, das ist der schnellste Praxis-Test, den du nicht mit einem teuren Stein machen solltest.

Der Test, den du selbst machen kannst

Halte den Stein unter eine punktförmige Lichtquelle und kippe ihn langsam. Siehst du einzelne, klar begrenzte Farbflächen, die springen, hast du einen Opal vor dir. Siehst du einen weichen blauen Schleier, der über die ganze Fläche wandert, ist es ein Mondstein. Der Unterschied fällt dir sofort auf, sobald du beide einmal nebeneinander gesehen hast.

Häufige Fragen zu Opal und Mondstein

Was ist der Unterschied?

Opal: mehrere Farben, die beim Kippen wandern. Mondstein: ein bläulich-weißer Schimmer. Opal ist Kieselgel, Mondstein Feldspat.

Welcher ist härter?

Nur gering: Mondstein 6 bis 6,5, Opal 5,5 bis 6,5. Mondstein kann spalten, Opal eher Kratzer.

Welchen für den Verlobungsring?

Opal, wenn ihr Farbe und Unikat wollt. Mondstein, wenn ihr einen ruhigen Schleier wollt. Die umrahmende Fassung trägt den Alltag.

Kann man sie verwechseln?

Heller Crystal und Mondstein können sich ähneln. Mehrere wechselnde Farben beim Kippen: Opal.

Zu welchem Monat?

Mondstein Juni, Opal Oktober.

Kann man beide tragen?

Ja. In der Schatulle trennen, beide sind kratzempfindlich.

Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, kannst du uns gerne jederzeit kontaktieren, auch wenn du den Opal nicht bei uns erworben hast. Kontaktformular, Mail an cs@libertyangels.de oder anrufen: +49 171 1603048.

Geprüfte Echtheit

GSB-Zertifikat

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