
Teuerster Opal der Welt: berühmte Opale und Preise
Opal-Wissen · Geschichte
Steine, die einen Namen bekamen
Berühmte Opale tragen Namen wie Menschen: Aurora Australis, Flame Queen, Olympic Australis. Fast alle wurden von Männern gefunden, die im australischen Outback nach Wasser gruben oder nach Gold suchten und stattdessen auf Farbe stießen. Die bekanntesten Stücke stehen unten, was sie besonders macht und wer Opale getragen hat, als es noch als Wagnis galt.
Die Namenssteine selbst (Olympic Australis, Aurora Australis, Virgin Rainbow, Flame Queen, Fire of Australia, Halley’s Comet, Andamooka-Opal) liegen in Museen und Privatsammlungen. Frei nutzbare Fotos der Originale gibt es nicht. Die Bilder hier zeigen echte schwarze Opale derselben Klasse, nicht das jeweilige Museumsstück.

Die beiden wichtigsten Namen: Der Olympic Australis gilt als größter bekannter Edelopal, die Aurora Australis als wertvollster schwarzer Opal. Beide stammen aus Australien. Unter den Trägerinnen ist Queen Victoria die wichtigste, denn sie machte den Opal wieder gesellschaftsfähig.
Welcher ist der größte Opal der Welt?
1956 stieß ein Bergmann in Coober Pedy in South Australia gut zehn Meter unter der Oberfläche auf einen Opal, der alles Bekannte übertraf: rund 17.000 Karat, also etwa dreieinhalb Kilogramm, und dabei durchgehend von Edelopalqualität. Benannt wurde er nach den Olympischen Spielen, die im selben Jahr in Melbourne stattfanden.
Er wurde nie zerteilt. Genau das macht ihn so außergewöhnlich, denn große Rohstücke werden fast immer aufgeteilt, um sie besser verkaufen zu können.

Welcher ist der wertvollste?
Gefunden 1938 in Lightning Ridge in New South Wales, geschliffen auf rund 180 Karat. Er gilt als der wertvollste schwarze Opal der Welt. Der Grund liegt nicht in der Größe, sondern in der Kombination: ein sehr dunkler Körperton, darauf ein kräftiges Rot, Grün und Blau, verteilt über ein ungewöhnlich gleichmäßiges Muster.

Welche berühmten Stücke gibt es noch?
Flame Queen
Lightning Ridge, 1914. Rund 263 Karat mit einem Muster, das es so kein zweites Mal gibt: ein leuchtender Kern, umgeben von einem dunklen Rand, weshalb er oft als Spiegelei beschrieben wird.
Fire of Australia
Coober Pedy, 1946, 998 Gramm Rohgewicht, also knapp 5.000 Karat. Er blieb jahrzehntelang in Familienbesitz und ging später an ein australisches Museum.
Halley’s Comet
Lightning Ridge, 1986, benannt nach dem Kometen, der in jenem Jahr zu sehen war. Gilt als größter ungeschliffener schwarzer Opal.
Der Andamooka-Opal
1954 in Andamooka gefunden und Königin Elizabeth II. bei ihrem Australienbesuch überreicht. Er wurde zu einer Halskette verarbeitet.




Wer hat Opale getragen?

Queen Victoria
Die Wichtigste für den Opal
Im 19. Jahrhundert galt der Opal als Unglücksstein. Victoria hielt nichts davon: Sie trug Opale selbst und schenkte ihren Töchtern zur Hochzeit Opalschmuck. Weil der Hof damals die Mode bestimmte, kippte die Stimmung. Ohne sie wäre der australische Opal womöglich nie zum Verkaufsschlager geworden.
Königin Elizabeth II.
Bekam 1954 den Andamooka-Opal als Geschenk des Staates South Australia und trug ihn als Halskette.
Kaiserin Joséphine
Napoleon soll ihr einen Opal namens Burning of Troy geschenkt haben. Der Stein gilt seit dem 19. Jahrhundert als verschollen, seine Existenz ist nicht zweifelsfrei belegt.
Der römische Senat
Überliefert ist die Geschichte des Senators Nonius, der lieber ins Exil ging, als seinen Opal an Marcus Antonius abzugeben. Auch das ist eine Erzählung, kein Protokoll.
Warum der Opal überhaupt in Verruf geriet und wie er wieder herauskam, steht ausführlich in Glücksstein oder Unglücksstein.
Was heißt das für einen Stein, den du heute kaufst?
Die berühmten Stücke sind Ausnahmen, aber sie erklären, warum Opale so bewertet werden, wie sie bewertet werden. Alle großen Namen haben dieselben drei Merkmale.
Dunkler Körperton
Fast alle berühmten Opale sind schwarze Opale aus Lightning Ridge. Der dunkle Grund lässt die Farben brennen.
Rot im Spiel
Rot braucht die größten Kügelchen und ist deshalb selten. Kein Spitzenstein kommt ohne aus.
Ein Muster, das trägt
Gleichmäßig verteiltes Feuer über die ganze Fläche schlägt einen hellen Blitz an einer Stelle.
Genau diese drei Punkte kannst du an jedem Stein anwenden, auch an einem für 200 Euro. Wie das geht, steht in Wie viel ist ein Opal wert und Opal schätzen lassen.
Steine mit dunklem Ton und kräftigem Feuer findest du bei uns unter Roter Opal, die ruhigeren unter Weißer Opal und Kristallopal.
Was das für deinen Stein bedeutet
Die berühmten Steine helfen dir bei einer Sache ganz praktisch: Sie zeigen, worauf es ankommt. Bei allen dreht sich alles um dieselben drei Merkmale, nämlich dunkler Grund, Rot im Spiel und eine Fläche, die aus mehreren Winkeln leuchtet. Wenn du bei einem Stein für dreihundert Euro dieselben Merkmale in kleinerem Maßstab findest, hast du gut gekauft.
Welcher ist der teuerste Opal der Welt?
Der teuerste Opal der Welt ist der Olympic Australis: Für den 17.000 Karat schweren Stein aus Coober Pedy nennen die australischen Quellen einen Schätzwert um 2,5 Millionen australische Dollar, umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. Rechnest du dagegen auf das einzelne Karat, führt die Virgin Rainbow: über eine Million australische Dollar für 72,65 Karat.
Wichtig dabei: Keiner dieser Steine wurde je öffentlich versteigert. Die Zahlen stammen aus Versicherungssummen, Museumsangaben und Händlerschätzungen, sie gehen je nach Quelle weit auseinander. Einen Marktpreis, wie ihn Gold hat, gibt es für Stücke dieser Klasse nicht.
Virgin Rainbow, der teuerste Opal je Karat
Gefunden 2003 in Coober Pedy, von einem Opalgräber, der schon Jahrzehnte in derselben Gegend arbeitete. Der Stein ist ein versteinerter Belemnit, also die Hülle eines urzeitlichen Tintenfischs, die im Lauf von Jahrmillionen mit Kieselsäure gefüllt wurde. Er wiegt nur 72,65 Karat und passt in eine Handfläche, wirkt aber selbst bei schwachem Licht, als leuchte er von innen heraus. Heute liegt er im South Australian Museum in Adelaide.

| Stein | Fund | Gewicht | Wert, geschätzt, Stand 2026 | Wo er heute liegt |
|---|---|---|---|---|
| Olympic Australis | Coober Pedy, 1956 | 17.000 ct | um 2,5 Mio. AUD | Adelaide, in Händlerbesitz, ausgestellt |
| Virgin Rainbow | Coober Pedy, 2003 | 72,65 ct | über 1 Mio. AUD | South Australian Museum, Adelaide |
| Aurora Australis | Lightning Ridge, 1938 | 180 ct | um 1 Mio. AUD | Privatbesitz in Australien |
| Flame Queen | Lightning Ridge, 1914 | 263 ct | keine belastbare Angabe | Privatsammlung |
| Fire of Australia | Coober Pedy, 1946 | 998 g Rohstück | um 900.000 AUD | South Australian Museum, Adelaide |
| Halley’s Comet | Lightning Ridge, 1986 | 1.982 ct | keine belastbare Angabe | australischer Privatbesitz |
Für einen Stein, den du tatsächlich kaufen kannst, sind diese Rekorde vor allem eine Maßeinheit. Sie zeigen, wofür beim Opal überhaupt bezahlt wird: dunkler Grund, Rot im Spiel, eine Fläche, die aus mehreren Winkeln leuchtet. Diese drei Merkmale stehen weiter oben unter Was heißt das für einen Stein, den du heute kaufst, die üblichen Preisspannen im Handel findest du in Wie viel ist ein Opal wert.
Häufige Fragen zu berühmten Opalen
Was ist der größte Opal der Welt?
Als größter bekannter Edelopal gilt der Olympic Australis, 1956 in Coober Pedy, rund 17.000 Karat.
Was ist der wertvollste Opal?
Nach Güte oft die Aurora Australis aus Lightning Ridge. Nach Gesamtwert der Olympic Australis, nach Karat die Virgin Rainbow.
Woher stammen die berühmten Steine?
Fast alle aus Australien, vor allem Lightning Ridge und Coober Pedy.
Hat Queen Victoria Opale getragen?
Ja. Sie trug und verschenkte sie, als der Stein als Unglücksbringer galt, und machte ihn wieder salonfähig.
Sind berühmte Opale eine Geldanlage?
Für Privatleute eher nicht. Enger Markt, schwankende Preise. Kauf, weil du tragen willst.
Kann ich einen Stein dieser Güte kaufen?
Die Museumsteine nicht. Dieselben Merkmale in kleinerem Maßstab schon: dunkler Grund, Rot im Spiel, Fläche die aus mehreren Winkeln leuchtet.
Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, kannst du uns gerne jederzeit kontaktieren, auch wenn du den Opal nicht bei uns erworben hast. Kontaktformular, Mail an cs@libertyangels.de oder anrufen: +49 171 1603048.
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