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Artikel: Schwarzer Opal: der König der Opale

Schwarzer Opal mit leuchtendem Farbenspiel auf dunklem Grund
Arten

Schwarzer Opal: der König der Opale

Opal-Lexikon · Schwarzer Opal

Der König unter den Opalen

Schwarzer Opal ist der seltenste und teuerste Opal der Welt: ein tiefdunkler Edelstein, in dem Rot, Grün und Blau aufleuchten wie ein Gewitter bei Nacht. Genau dieser Kontrast aus dunklem Grund und tanzendem Feuer macht ihn so begehrt.

Fast alle echten schwarzen Opale stammen aus einer einzigen Gegend auf der Erde.

Schwarzer Opal mit leuchtendem Farbenspiel auf dunklem Grund
Schwarzer Opal: dunkle Körperfarbe, intensives Farbenspiel in Grün, Blau und Rot.

Was ist ein schwarzer Opal?

Ein schwarzer Opal ist ein Edelopal mit dunkler Körperfarbe, von tiefem Schwarz über Anthrazit bis zu dunklem Grau. Vor diesem dunklen Grund leuchtet sein Farbenspiel so kräftig wie bei keinem anderen Opal. „Schwarz" meint dabei nicht die Farbe des Feuers, sondern den Grundton des Steins, auf dem das Feuer tanzt.

Wie dunkel ein Opal ist, wird auf der sogenannten Körperton-Skala von N1 bis N9 gemessen. Als schwarzer Opal gilt nur, was im Bereich N1 bis N4 liegt, also von tiefschwarz bis dunkelgrau. Alles darüber zählt zum Halbschwarzopal oder zum hellen Opal. Der dunkle Grund schluckt das Streulicht, das ein heller Opal reflektiert. Deshalb wirken die Farben satter und leuchtender.

Steckbrief: Schwarzer Opal

Härte (Mohs)

5,5–6,5

Körperfarbe

Schwarz bis Dunkelgrau (N1–N4)

Wassergehalt

6–10 %

Farbenspiel

kräftig bis intensiv

Hauptherkunft

Lightning Ridge, Australien

Gattung

Edelopal (Schwarzopal)

Im Profil: wie schlägt sich der schwarze Opal?

Farbenspiel5/5
Transparenz1/5
Robustheit3/5
Seltenheit5/5
Preisniveau5/5

So sieht ein schwarzer Opal aus

Roh wirkt ein schwarzer Opal oft unscheinbar: ein dunkles Nobby, etwa so groß wie eine Erbse oder Walnuss, in rötlichem Claystone von Lightning Ridge. Erst ein kleines Fenster zeigt das Feuer. Geschliffen und poliert wird daraus ein Cabochon, auf dessen schwarzem Grund Grün, Blau und selten Rot tanzen.

Roher schwarzer Opal als kleines dunkles Nobby im Claystone, mit einem Fenster aus blauem und grünem Feuer
Roh. Dunkles Nobby, walnussgroß, Feuer nur durch ein Fenster.
Geschliffener schwarzer Opal als ovaler Cabochon mit intensivem Farbspiel in Grün, Blau und Rot
Geschliffen. Polierter Cabochon: der schwarze Grund lässt das Feuer leuchten.

Wie entsteht ein schwarzer Opal?

Ein schwarzer Opal entsteht wie jeder australische Opal aus Wasser und Zeit. Vor rund 100 Millionen Jahren sickerte kieselsäurereiches Wasser in Gesteinsspalten und Hohlräume und verfestigte sich beim langsamen Verdunsten zu Opal. Winzige, exakt geordnete Kügelchen aus Kieselgel brechen einfallendes Licht, und erzeugen so das Farbenspiel.

Das Besondere am schwarzen Opal ist sein dunkler Grund. Er entsteht durch feinste Spuren von Kohlenstoff und Eisenoxid im Gestein, die den Untergrund schwärzen. Vor diesem dunklen Hintergrund kommt das gebrochene Licht viel stärker zur Geltung als vor einer hellen Basis, deshalb leuchtet ein schwarzer Opal so intensiv.

Wusstest du?

Ein Opal besteht bis zu einem Zehntel aus Wasser. Ein schwarzer Opal ist damit im Grunde uraltes Regenwasser, das sich über Jahrmillionen Schicht für Schicht zu einem der seltensten Edelsteine der Welt verdichtet hat.

Woher kommt schwarzer Opal?

Der echte schwarze Opal kommt fast ausschließlich aus einem einzigen Ort: Lightning Ridge im Norden von New South Wales, Australien. Diese kleine Opalstadt im Outback ist weltweit die bedeutendste, praktisch die einzige nennenswerte, Quelle für natürliche schwarze Edelopale. Diese extreme Konzentration auf ein winziges Fördergebiet macht den Stein so selten.

Seit etwa 2013 gibt es mit Funden in Äthiopien (Region Wollo) eine zweite Quelle für dunkle Opale. Diese sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Ein Großteil der „schwarzen" äthiopischen Opale ist kein natürlicher Schwarzopal, sondern ein heller, wasseraufnehmender Opal, der durch Räuchern oder eine Zuckerbehandlung künstlich geschwärzt wurde.

~95%der echten schwarzen Opale stammen aus Lightning Ridge, Australien
N1–N4Körperton-Stufen, die einen Opal zum schwarzen Opal machen
bis 30.000 €pro Karat bei Spitzenqualität mit rotem Feuer

Was macht das Farbenspiel im schwarzen Opal so besonders?

Das Farbenspiel eines Opals entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch Lichtbrechung: Das Licht wird an den winzigen, regelmäßig geschichteten Kieselgel-Kügelchen gebeugt und in seine Spektralfarben zerlegt. Beim schwarzen Opal trifft dieses Leuchten auf einen dunklen Grund, und wirkt dadurch am kräftigsten und tiefsten von allen Opalen.

Wie wertvoll das Farbenspiel ist, hängt von drei Dingen ab: der Leuchtkraft (Brillanz), den vorkommenden Farben und dem Muster. Grün und Blau sind häufig, Orange seltener, und Rot ist die seltenste Farbe von allen. Ein breites, gleichmäßiges Muster gilt als wertvoller als vereinzelte Farbtupfer.

Rot auf tiefschwarzem Grund („red-on-black") ist die begehrteste und teuerste Kombination in der gesamten Opalwelt. Ein schwarzer Opal mit sattem, leuchtendem Rot kann pro Karat mehr wert sein als ein Diamant vergleichbarer Größe.

Schwarzer Opal mit rotem und grünem Farbenspiel
Je mehr Rot und je breiter das Muster, desto wertvoller der schwarze Opal.

Was kostet ein schwarzer Opal, und warum?

Der Preis eines schwarzen Opals reicht von wenigen hundert bis zu mehreren zehntausend Euro pro Karat. Kein anderer Opal erzielt so hohe Preise. Der Grund ist die seltene Kombination aus dunklem Körperton, kräftigem Feuer und der Tatsache, dass fast alle aus einem einzigen Fördergebiet stammen.

Qualität Körperton & Feuer Preis pro Karat (Orientierung)
Einsteiger dunkelgrau (N3–N4), blasses Feuer ca. 50–300 €
Gut schwarz (N1–N2), lebhaft & mehrfarbig ca. 300–3.000 €
Top tiefschwarz (N1), viel Rot, breites Muster 3.000–30.000 €+

Den Wert treiben vor allem fünf Faktoren: der Körperton (je dunkler, desto besser), die Brillanz des Feuers, die Farbe (Rot ist am seltensten), das Muster (breit und gleichmäßig schlägt vereinzelte Blitze) und die Echtheit (ein natürlicher Vollopal ist deutlich wertvoller als eine Dublette oder ein behandelter Stein). Dazu kommen Größe und Reinheit. Alle Werte sind Orientierung, Stand 2026, und können je nach Markt schwanken.

Schwarzer Opal zum Tragen

Echter schwarzer Opal aus Lightning Ridge, gefasst in 14K Gelbgold. Die Kollektion Golden Black Opal.

Golden Black Opal · ab 380 €

Welche Bedeutung hat der schwarze Opal?

Der schwarze Opal steht für Intensität, Schutz und Verwandlung, und ist wie alle Opale Geburtsstein des Monats Oktober. Seine tiefe, geheimnisvolle Ausstrahlung machte ihn seit jeher zum Sinnbild für innere Stärke und für das Feuer, das im Verborgenen leuchtet.

In der Traumzeit der australischen Aborigines gilt der Opal als heiliger Stein. Der Legende nach berührte der Schöpfer auf einem Regenbogen die Erde, und dort, wo sein Fuß den Boden traf, begannen die Steine in allen Farben zu leuchten. In der Steinheilkunde wird dem schwarzen Opal traditionell eine stärkende, erdende Wirkung zugeschrieben. Das sind überlieferte Zuschreibungen, kein medizinisches Versprechen.

Dort, wo der Fuß des Schöpfers den Boden berührte, begannen die Steine in allen Farben des Regenbogens zu leuchten. Überlieferte Legende der Aborigines zur Entstehung des Opals

Schwarzer Opal echt oder Imitat: woran erkennst du den Unterschied?

Ein echter schwarzer Vollopal ist ein durchgehend dunkler Naturstein mit einer naturwellig-unregelmäßigen Rückseite und einem Farbenspiel, das beim Kippen wandert und Tiefe zeigt. Die häufigsten Nachahmungen sind Dubletten, Tripletten und künstlich geschwärzte Opale, und die verraten sich, wenn man weiß, worauf man schaut.

Echter schwarzer Vollopal

Daran erkennst du ihn

  • Durchgehend dunkler Naturstein, keine Klebenaht im Profil
  • Farbenspiel wandert beim Kippen und zeigt echte Tiefe
  • Naturwellige, unregelmäßige Rückseite
  • Jedes Muster ist einzigartig
  • Herkunftsnachweis Lightning Ridge (Australien)

Dublette, Triplette & behandelt

Warnsignale

  • Schnurgerade Klebekante im Seitenprofil (Dublette/Triplette)
  • Glasklare Kuppel über der Farbschicht (Triplette)
  • Unnatürlich gleichmäßiges Schwarz (gefärbt/„gezuckert")
  • Poröse Oberfläche, verdächtig günstiger Preis
  • Herkunft „Äthiopien" ohne Angabe zur Behandlung

Vorsicht bei günstigen „schwarzen Opalen"

Viele sehr preiswerte „schwarze Opale" sind hydrophane Opale aus Äthiopien, die durch Räuchern oder eine Zuckerbehandlung künstlich geschwärzt wurden. Sie sehen dunkel aus, sind aber kein natürlicher schwarzer Opal, und der Effekt kann mit der Zeit oder bei Wasserkontakt nachlassen.

Frag im Zweifel immer nach der Herkunft (Lightning Ridge), ob es sich um einen Vollopal handelt und nach einem Echtheitsnachweis. Ein seriöser Händler beantwortet das ohne Umschweife.

Wie pflegst du deinen schwarzen Opal?

Schwarzer Opal aus Australien ist robuster als sein Ruf, denn als Vollopal nimmt er kein Wasser auf. Mit etwas Achtsamkeit begleitet er dich über Generationen.

Reinige ihn mit lauwarmem Wasser, einem Tropfen milder Seife und einem weichen Tuch. Alltag folgt Herkunft und Fassung, nicht pauschal derselben Empfindlichkeit. Ultraschall und Dampf meiden sowie Chemikalien, Parfum und Haarspray. Weil Opal mit einer Mohshärte von 5,5–6,5 weicher ist als etwa Bergkristall, schütze ihn vor harten Stößen und trag ihn nicht bei grober Arbeit. Meide außerdem starke Temperaturwechsel und bewahre ihn bei normaler Raumluft auf, nicht in einer knochentrockenen Schatulle.

Berühmte schwarze Opale

Die ganz großen schwarzen Opale liegen in Museen. Frei nutzbare Fotos der Originale gibt es nicht. Die Bilder hier sind dieselben wie im Artikel Berühmte Opale: echte Steine derselben Klasse, nicht das jeweilige Museumsstück.

Klasse, nicht Museumsstück. Dieselben Fotos wie auf der Seite Berühmte Opale.

Echter schwarzer Opal derselben Klasse wie Aurora Australis, nicht das Museumsstück
Klasse wie Aurora Australis. Lightning Ridge 1938, rund 180 Karat. Foto: echter schwarzer Opal derselben Klasse, nicht das Original.
Echter schwarzer Opal derselben Klasse wie Flame Queen, nicht das Museumsstück
Klasse wie Flame Queen. Lightning Ridge 1914. Foto: echter schwarzer Opal derselben Klasse, nicht das Original.
Ungeschliffener Opal vom Lightning-Ridge-Typ, Referenzmotiv, kein Museumsstück
Klasse wie Halley's Comet. Ungeschliffener Opal, Lightning-Ridge-Typ. Referenzmotiv, kein belegtes Museumsstück.

Häufige Fragen zum schwarzen Opal

Was ist ein schwarzer Opal?

Edelopal mit dunklem Körperton (N1 bis N4). Der dunkle Grund lässt das Feuer kräftig stehen. Seltenster und wertvollster Opal.

Woher kommt er?

Fast ausschließlich Lightning Ridge, New South Wales. Dunkle äthiopische Steine sind oft behandelt, kein natürlicher Schwarzopal.

Was kostet er?

Etwa 50 € bis über 30.000 € pro Karat, je nach Dunkelheit, Rot und Muster. Fertiger Schmuck bei uns oft dreistellig bis niedrig vierstellig.

Wie erkenne ich einen echten?

Durchgehend dunkel, keine gerade Klebekante, lebendiges wanderndes Feuer. Preis und Herkunftsangabe dazulegen.

Darf er ins Wasser?

Australischer Vollopal: Duschen ja, Schwimmen theoretisch ja. Ultraschall und aggressive Chemie meiden.

Welche berühmten Steine gibt es?

Aurora Australis, Flame Queen, Halley's Comet, alle Lightning Ridge. Die Geschichten stehen im Beitrag zu berühmten Opalen.

Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, kannst du uns gerne jederzeit kontaktieren, auch wenn du den Opal nicht bei uns erworben hast. Kontaktformular, Mail an cs@libertyangels.de oder anrufen: +49 171 1603048.

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von Liberty Angels

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